Im Rahmen eines besonderen Projekts zur Erinnerungskultur haben Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Schule in Kooperation mit dem Stadtmuseum Hofgeismar die Geschichte der Stolpersteine in der Hofgeismarer Innenstadt neu erfahrbar gemacht.
Die Stolpersteine erinnern an jüdische Familien aus Hofgeismar, die zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 setzten sich intensiv mit diesen Schicksalen auseinander und entwickelten Audioguides, die den Opfern des Holocaust eine Stimme verleihen.
Am heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktag, 81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, präsentierten die Jugendlichen ausgewählte Ergebnisse ihrer Arbeit in der Aula der Schule. Die eindrücklichen Tonaufnahmen sorgten für Gänsehautmomente und machten deutlich, wie nah Geschichte sein kann, wenn sie erzählt wird.
Begleitet wurde das Projekt von der GL-Lehrerin und Leiterin der AG Demokratie und Vielfalt, Frau Kiresci, sowie von Frau Drinnenberg vom Stadtmuseum. Die engagierte und wertschätzende Zusammenarbeit ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen intensiven Zugang zu historischer Verantwortung und demokratischen Werten.
Als Anerkennung für ihr außergewöhnliches Engagement erhielten alle beteiligten Schülerinnen und Schüler von der Stadt Hofgeismar eine Urkunde. Die Ehrung würdigte die Leistung der gesamten Gruppe und ihr wichtiges Zeichen gegen das Vergessen.