GUSTAV-HEINEMANN-SCHULE

Kooperative Gesamtschule in Hofgeismar

Sport

Kooperation mit außerschulischen Partnern: PDF-Infoblatt "Kooperationen" zum Download .
Sport - eine tragende Säule der Gesamtschule
Hier einige Bilder als PDF-Broschüre "Sport-Flyer" zum Download .



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Situative Bedingungen
Die Voraussetzungen für den Schulsport an der GHS sind so günstig wie an nur wenigen Schulen in Hessen. In unmittelbarer Nähe des Schulbereichs stehen der Schule mit dem Angerstadion, einem eigenen Schulsportplatz  und der großen Kreissporthalle gut ausgebaute Sportstätten zur Verfügung, die im Unterrichtsplan regelmäßig mit bis zu 5 Klassen parallel genutzt werden.  Zusätzliche Trainingsangebote im Nachmittagsbereich finden außerdem in der Sporthalle der ASS statt, bei besonderen Laufgruppen bieten die nahen Wälder mit gut markierten Laufwegen genügend Möglichkeiten. Trainingsmöglichkeiten für den Schwimmunterricht stellt das sanierte Freibad, das als Ganzjahresbad neu erstellt wurde, der Schule zur Verfügung.


Erfolge durch Leichtathletik
Das Angerstadion - zum Hessentag 1978 erbaut - ist Dreh- und Angelpunkt des Sportunterrichts in der Freiluftsaison zwischen den Oster- und Herbstferien. Die Kunststoffbahn ist ideal für den Unterricht und das Training in allen leichtathletischen Disziplinen bis hin zum Stabhochsprung, für den die Anlage erst kürzlich völlig erneuert wurde. Neben Kugelstoß- und Weitsprunganlagen finden sich hier zwei wetterfeste Hochsprunganlagen, auf dem benachbarten Schulsportplatz kann jederzeit schnell ein separates Werferfeld für Hammer und Diskus installiert werden. Wen wundert es, dass die Leichtathletik von Anfang an als tragende Disziplin in das Grundkonzept des Schulsports der Gustav-Heinemann-Schule einging? Der Grund hierfür liegt aber nicht nur in den situativen Voraussetzungen, sondern ergibt sich aus der Einrichtung von Leichtathletik-Leistungsgruppen an der ASS und der GHS seit 1971. Der Run der Schülerinnen und Schüler hin zur Leichtathletik ergab sich durch das vielfältige Gerätepotenzial und dem hohen Engagement der Lehrkräfte. Stimulanz war seit 1969 der Schulmannschaftswettbewerb "Jugend trainiert für die Olympia",  bis schließlich die Schülerschaft das Leistungsfach Sport forderte, das in Folge der Oberstufenreform an der ASS eingerichtet wurde. 1981 wird Hofgeismar offiziell durch den Kultusminister als "Schulsportzentrum" ausgewiesen. Einen weiteren Baustein des Erfolges markierte die Gründung der Leichtathletik-Gemeinschaft Reinhardswald, der LGR, im Jahre 1972. Dieser Verbund der Gustav-Heinemann-Schule mit 14 Vereinen des Kreises Hofgeismar zur Entwicklung und Förderung der Leichtathletik ist einmalig in Hessen und wurde von Rudi Steinbrecher ins Leben gerufen, der die Entwicklung des Sports an unserer Schule über Jahrzehnte hinweg maßgeblich vorbestimmt und nachhaltig beeinflusst hat. Unter all diesen Voraussetzungen ist denn auch die Erfolgsliste der Gustav-Heinemann-Schule im Bereich der Leichtathletik in Hessen und auf Bundesebene nicht verwunderlich.
Leichtathletik-Schulmannschaften sind seit 1969 ca. 50mal für einen hessischen Landesentscheid qualifiziert, 1981 sogar mit 4 Mannschaften gleichzeitig, 6mal siegten sie auf Landesebene und sicherten sich somit die Teilnahme an den Bundesfinals in Berlin, der absolute Höhepunkt für einen Wettkämpfer in der Schulsportebene. Im Olympiastadion gab es schließlich einen Bundessieg (1976), vier zweite Plätze (1978, 1980, 1983 und 1987) und nach 1990, seit diese Endkämpfe gesamtdeutsch durchgeführt werden , mit guten Platzierungen 1990, 1992, 1993 und 1994.

Zusammenarbeit mit Vereinen
Doch auch die anderen Sportarten sind bei uns vertreten, werden mit der gleichen Intensität behandelt und umgesetzt und führen ebenfalls zu beachtlichen Erfolgen. Dank der beiden Rasenflächen findet der Fußball optimale Voraussetzungen, die dreigegliederte Halle wird für Handball, Basketball und Volleyball ebenso genutzt wie für das Geräteturnen. Die enge Verzahnung zwischen Schule und den Sparten des Sportvereins der Stadt Hofgeismar, der TSG 1948, erweist sich hier als Basis des Erfolgs. Sportlehrer, die auch als Trainer und Übungsleiter tätig sind ? und umgekehrt ? betreuen ihre Schüler auch nachmittags und an vielen Wochenenden bei Wettkämpfen und als Funktionsträger der Vereine (TSG oder LG Reinhardswald). Sie wecken das Interesse der Jugendlichen für bestimmte Disziplinen oder Sportarten, entwickeln daraus Talente und fördern sie für Schule und Verein gleichermaßen. Dies ist die Grundlage für das Sportkonzept der Gustav-Heinemann-Schule, das in den 25 Jahren der Schulgeschichte so erfolgreich war. Mit Badminton, Tischtennis und Tennis entwickelten sich in den letzten Jahren die sogenannten Rückschlagspiele entsprechend der Schülernachfrage immer mehr und erweiterten den Angebotskanon auch in den Sportarten, in denen sich die Schule im Wettbewerbsprogramm "Jugend trainiert für Olympia" erfolgreich beteiligt:
- Fußball 1975 Regionalsieg der Jungen WK IV und Teilnahme am hessischen Landes-Finale
- 1980 und 1983 Plätze 2 und 3 bei Regionalentscheiden im WK IV.
- 1987 Landessieg in Grünberg und 4er Platz im Bundesfinale in Berlin im WK III
- 1998 erneute Teilnahme am Landesfinale des WK II an der Sportschule des HFV
- 1989 und 1994 jeweils gute Platzierungen in den Regionalentscheiden nach erspielten Kreismeisterschaften
Tennis 1992 und 1993 jeweils Kreismeister im WK III Jungen und 1996 mit der
gemischten Mannschaft WK II. Danach gute Platzierungen in den Regionalentscheiden.
Tischtennis 1997 und 1998 Sieger der Regionalentscheide im WK III und damit qualifiziert
für die Landesfinals.
Handball Nach vielfachen Kreismeisterschaften und guten Platzierungen bei Regionalentscheiden 1995 und 2004 Qualifikation und Teilnahme am Hessenentscheid.
Turnen  Regelmäßige Erfolge, besonders in den 80er Jahren, in denen Mannschaften
verschiedener Alterstufen bis in die Regionalentscheide gute Plätze erturnten.
1984 gewannen die Jungen WK III den Regionalentscheid und belegten im Landesfinale Platz 3, 1988 und 1998 im WK IV Ju jeweils sogar Platz 1, im Jahre 2004 Platz 4 im WK II der Jungen.
1990 Sieg im Regionalentscheid Mä WK III und Platz 4 im Landesfinale.
Volleyball Nach einigen errungenen Kreismeisterschaften gelang der Wettkampfmannschaft
Ju II 1998 der Regionalsieg und damit die Teilnahme am hessischen Landesfinale.
Aus der schulischen Arbeit heraus gelangten Schüler in den unterschiedlichsten Verbänden, teilweise immer noch unter der Betreuung der Schule, zu hervorragenden Leistungen auch auf Landes- und Bundesebene (vordere Platzierungen und Titel bei Hessischen und Deutschen Meisterschaften). 
Es gab sogar Berufungen in die Junioren-Nationalmannschaft für Marion Vialon (1978 - 2000 m Hindernis), 1981 Manfred Hofmann (400 m Hürden und 4 x 400 m) und Jochen Steinbrecher 1988 (3000 m Hindernis).
All das braucht Geld, und zwar mehr, als uns in letzter Zeit zur Verfügung steht. Um an nötige Finanzen zu gelangen, hilft einerseits die Elternspende ? hier muss der Förderverein der Gustav-Heinemann-Schule lobend erwähnt werden ? aber auch das sogenannte Sponsoring durch örtliche Banken und Geschäftsleute gewinnt für den Schulsport immer mehr an Bedeutung. Eine echte Unterstützung für die GHS bietet in erster Linie die Stadt Hofgeismar, an deren Spitze ein für die Belange des Sports offener Bürgermeister steht.  Das Angebot im Wahlpflichtbereich in dem der Sport immer eine besondere, weil schulzweigübergreifende Rolle spielt, weil sich hier nämlich getreu der Grundidee von Gesamtschule, Schüler ihrer Jahrgänge zum sportlichen Training unabhängig ihrer Zugehörigkeit in Haupt-, Real- oder Gymnasialzweig hoffen, umfasst neben den „Standardsportarten" auch Angebote für Basketball und Hockey. Diese WP-Kurse bilden das direkte Verbindungsglied zwischen Schul- und Vereinssport, dienen für viele Schüler als Sprungbrett in den Leistungsbereich.

Sport als Schulkonzept
In den Anfangsjahrgängen der Klassen 5 findet jährlich eine Talentsichtung statt. Die Unterrichtsinhalte sind durch ein reformiertes Curriculum auf die Schüler neu zugeschnitten und bieten neben den traditionellen Sportarten Raum für Freizeit- und den immer beliebter werdenden Bereich von Fun-Sport. Der Unterricht in den Klassen 9 und 19 wurde sportartbezogen verkurst, um den Schülern Gelegenheit zu bieten, Interessen- oder Talentveränderungen festzustellen und sich dementsprechend (neu) zu orientieren. Neben den Wettkämpfen zu "Jugend trainiert für Olympia" auf Schulebene und den Meisterschaften auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene veranstaltet die GHS seit 20 Jahren Bundesjugendspiele als festen Programmpunkt im Jahreskalender der Schule. Trotz der Vielzahl der Schüler bietet die Organisationsplanung jedem Schüler die Möglichkeit, aus einem Angebot an Disziplinen auszuwählen (auch Schwimmen), um sich individuell einen erfolgversprechenden Dreikampf zusammenzustellen. Etwa drei Viertel aller Schüler können sich auf diese Weise in die Siegerlisten eintragen und Urkunden erringen.

Wichtig für die Vielzahl der Erfolge ist, dass den verschiedenen Sportarten außerhalb von direktem Unterricht bestimmte Sportlehrer als direkte Betreuer zugeordnet werden konnten, die sich auch zusätzlich in Nachmittagsblöcken oder in der Wettkampfbetreuung der Schüler besonders annehmen.

Das etwas andere Schulfach
Sport als Schulfach erfüllt im Vergleich zu anderen Fächern völlig andere Aufgaben und Funktionen. Neben den "Kopffächern" bildet er ein Regulativ, sich durch Bewegung zu erholen und zu regenerieren. Er gibt Hilfen zur Erholung (aktive Pausen durch Sportgeräte) und Gesundheitsvorsorge (Rückenschule und Osteoporoseprophylaxe), zur Hygiene und zur sinnvollen Freizeitgestaltung, damit Jugendliche nicht sinnlos auf der Straße "herumhängen". Gerade mit diesem Anspruch der Jugendarbeit zielt der Schulsport vermehrt auch auf den Schulnachmittag ab und bildet ein ausgezeichnetes Instrument zur Persönlichkeitsbildung durch Zielstrebigkeit, Selbstvertrauen und Offenheit. Er fördert somit Toleranz und Integration. Es gehört zu unseren Erfahrungen, dass einerseits Schulmüdigkeit durch Erfolge im Sport und die Betreuungsarbeit der Lehrer ausgeglichen werden kann, andererseits erweisen sich gute Sportler häufig auch als gute Schüler in anderen Fächern. Ob Fußball oder Turnen, ob Tanz oder Schwimmen, so verschieden, wie unsere Schüler sind, ist auch das Angebot, im sportlichen Bereich tätig zu werden.
Dieter Dotzert 
(Schulsportleiter)

Gelesen 6731 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 13 November 2013 18:38