GUSTAV-HEINEMANN-SCHULE

Kooperative Gesamtschule in Hofgeismar

Arbeitslehre

Das Fach Arbeitslehre im Wandel

Seit Bestehen der Gesamtschule stand das Fach Arbeitslehre in puncto Veränderung mit vorn an. Die alten Fächer Werken, Hauswirtschaft und Nadelarbeit wurden Ende der 70er Jahre im neuen Fach Polytechnik subsummiert. Die neu entstandenen Sachbezüge wurden in den Bereichen Technik, Sozioökologie und Ökonomie umgesetzt.
Ein Regierungswechsel sorgte Mitte der 90er Jahre für neue Rahmenpläne. Der Begriff Polytechnik wurde durch Arbeitslehre ersetzt. Das Fach erhielt einen neuen Stellenwert in der Stundentafel. Wurde Polytechnik einst als Angebot im Wahlpflichtbereich als Alternative zur zweiten Fremdsprache eingesetzt, ist Arbeitslehre Pflichtfach geworden für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 - 10 im Bereich H-, R- und G. Für die Förderstufe wurde das Angebot ersatzlos gestrichen.
Eine erneute Umstrukturierung für das Fach Arbeitslehre ergab sich durch die seit 2001 geltenden neuen Lehrpläne. Im gymnasialen Bereich ist das Fach in der Stundentafel nicht mehr vorgesehen. Einzig für Haupt- und Realschülerinnen- und -schüler der Jahrgänge 7 - 10 ist es Pflichtfach geblieben. Der Einstieg im 7. Schuljahr der Haupt- und Realschule kann oft auf keinerlei Vorkenntnissen aufbauen, da auch in der Grundschule die Einübung von Arbeitsformen, der sachgerechte Umgang mit Werkzeugen und Materialien etc. zu kurz kommt oder gar nicht stattfindet.

Umsetzung des Faches

„Die Vorbereitung der Jugendlichen auf die gegenwärtige und zukünftige Arbeits- und Wirtschaftswelt ist die zentrale Aufgabe von Arbeitslehre...". (Lehrplan 2001)

Wirtschafts- und Arbeitswelt unterliegen einer ständigen Dynamik, dies führte in den letzten Jahren zunehmend zu Veränderungen der Berufsbilder und der Arbeitsorganisation.
Eine intensive Vorbereitung auf die Berufswahl und kennenlernen der verschiedenen Berufsfelder erfolgt frühzeitig. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler schon während ihrer Schulzeit mit betrieblichen Anforderungen vertraut gemacht werden müssen, damit sie besser für die Arbeits- und Berufswelt gewappnet sind.
In diesem Sinne kommt dem verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler durchgeführten Betriebspraktikum eine besondere Bedeutung zu.

Die Auswahl der Berufe basiert auf den Ergebnissen/Interessen des Kompetenzfeststellungsverfahrens/der Potentialanalyse „Kompo 7“. Es wird bereits seit vielen Jahren im Hauptschulzweig angewendet und findet seit dem Schuljahr 2017/2018 auch im Realschulzweig statt.

Bereits im Jahrgang H8 (drei Wochen) und Jahrgang R8 (zwei Wochen) sammeln die Lernenden erste praktische, berufliche Erfahrungen im Betriebspraktikum.

Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 der Haupt- und Realschule überprüfen, testen und erweitern ihre beruflichen Interessen, Erfahrungen und Kenntnisse in einem weiteren, zweiwöchigen Betriebspraktikum. Im Gymnasialzweig wird ebenfalls ein dreiwöchiges im Jahrgang 9 durchgeführt.

Wichtig zu erwähnen ist abschließend, dass das Fach Arbeitslehre sehr intensiv mit dem an der GHS ansässigen Berufswahlbüro zusammenarbeitet.

 

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